Manchmal braucht ein Ohrwurm gar keinen Text. Ein paar beschwingte Takte, eine helle Melodie und schon marschiert der Song fröhlich durch den Kopf. Genau das passiert bei “A Swingin’ Safari“”von Bert Kaempfert. Das Instrumentalstück aus dem Jahr 1962 gehört zu diesen Melodien, die man oft schon nach wenigen Sekunden erkennt – selbst wenn man den Titel vielleicht gar nicht sofort parat hat.
Der Hamburger Komponist, Arrangeur und Bandleader Bert Kaempfert setzte bei “A Swingin’ Safari” auf einen federnden Rhythmus, eine markante Basslinie und eine helle, pfeifende Hauptmelodie. Eigentlich erinnert der Sound an den südafrikanischen Kwela-Stil, bei dem Penny Whistles eine wichtige Rolle spielen. Bei Kaempfert übernimmt jedoch ein Piccolo diese auffällige Melodieführung – und genau dadurch bekommt das Stück seinen unverwechselbaren Klang.
Original von Bert Kaempfert, Hit durch Billy Vaughn
Bert Kaempferts eigene Version wurde 1962 veröffentlicht, entwickelte sich in den USA aber zunächst nicht zum großen Charterfolg. Fast zeitgleich nahm jedoch der US-amerikanische Orchesterleiter Billy Vaughn eine Coverversion auf. Diese Fassung schaffte es in den Vereinigten Staaten bis auf Platz 13 der Billboard Hot 100 und wurde dadurch einem noch größeren Publikum bekannt.
Trotzdem bleibt “„”A Swingin’ Safari”“” eng mit Bert Kaempfert verbunden. Der Musiker aus Hamburg war ohnehin einer der international erfolgreichsten deutschen Unterhaltungsmusiker seiner Zeit. Sein Sound war elegant, eingängig und oft erstaunlich langlebig. Genau diese Mischung hört man auch bei “„”A Swingin’ Safari”“”.
Bekannt aus Film, Fernsehen und Werbung
Viele kennen die Melodie nicht nur aus alten Plattensammlungen. “A Swingin’ Safari” wurde unter anderem als Titelmusik der US-Spielshow “The Match Game” verwendet. Auch in späteren Filmen, Fernsehsendungen und Werbekampagnen tauchte das Stück immer wieder auf. Kein Wunder: Die Musik klingt sofort freundlich, verspielt und ein bisschen retro.
Dadurch hat „A Swingin’ Safari“ etwas geschafft, was nur wenigen Instrumentalstücken gelingt: Es blieb über Jahrzehnte im kollektiven Ohr hängen. Selbst wer den Namen Bert Kaempfert nicht kennt, hat diese Melodie wahrscheinlich schon einmal irgendwo gehört.



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